Sie sind hier: Informationen Allgemeines zum Asbest Allgemeine Grundlagen
Medizin
Allgemeines zum Asbest
Allgemeine Grundlagen
Chemische Grundlagen
Gefahrenquellen
Grenzwerte in der Schweiz
Asbestersatz
Länder mit Asbestverbot
Recht
Öffentlichkeitsarbeit

Allgemeine Grundlagen

"Asbest" ist der Oberbegriff für eine Reihe von natürlich vorkommenden Mineralien (Silikate) mit komplizierter chemischer Zusammensetzung und nur zum Teil vorkommender Faserstruktur. Asbest unterteilt sich in zwei Kategorien: Amphibolasbest (Hornblende) Amosit Anthophyllit Tremolit Aktinolith Krokydolith Serpentinasbest Chrysotil.

Die unglaubliche Vielfalt der Verwendungszwecke von Asbest, läßt sich schon am Namen erkennen (griechisch) asbestos = unvergänglich, unauslöschlich.

Schaut man sich einmal die Materialeigenschaften der wichtigsten Asbestarten an, so wird deutlich warum Asbest so vielfältig zum Einsatz kam. Unter Zugabe von Asbest war man in der Lage, die Werkstoffeigenschaften eines Produktes erheblich zu verbessern, u. a. die Brandfestigkeit, die Wärme- oder Hitzeverträglichkeit, die Zugfestigkeit (fester als Stahldrähte gleichen Querschnittes) und die Elastizität die Chemikalienbeständigkeit.

So konnte man z. B. durch die gute Verspinnbarkeit von Chrysotil (Weiss- oder Grünasbest) und Krokydolith (Blauasbest) sogar Schnüre, Seile, Dichtungen Handschuhe und Anzüge herstellen.

Die Abbaugebiete des Werkstoffes Asbest befinden sich heute noch u. a. in Rußland, Südafrika, Australien und Kanada.

In der Mitte Rußlands befindet sich eine Ortschaft mit dem Namen Asbest, die auch gleichzeitig Namensgeberin dieses Mineralstoffes ist .

Die Abbaumethode und Weiterverarbeitung des Asbestes werden bis zum heutigen Zeitpunkt unter den widrigsten Umständen betrieben. Das Personal arbeitet auch heute noch mit diesem Material oft ohne jegliche Schutzausrüstung. Die Folge ist, dass die Krebskrankheit bei vielen Mitarbeitern zu einem recht frühen Zeitpunkt eintritt. Die Lebenserwartung liegt dort im Schnitt bei 38 - 45 Lebensjahren.